Gemeinsam unterwegs: Bürger protestieren für einen neuen Radweg

In Sehestedt ziehen meist alle an einem Strang. Das zeigte sich auch kürzlich wieder, als die SPD zu einer Fahrraddemo aufgerufen hatte. Es ging um den Radweg entlang der Landesstraße L 42 – und knapp einhundert Bürger kamen.

Alexandra Koop, Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Sehestedt, war mehr als zufrieden. Einhundert Demonstranten – das war ein großer Erfolg. Auch wenn sich niemand von den Politikern und Politikerinnen, die eingeladen worden waren, an der Aktion beteiligt hatte. Doch die Bürger aus Sehestedt und Umgebung, denen liegt es besonders am Herzen, dass der marode Weg endlich saniert wird.

Die Strecke ist eine Buckelpiste, voll Unkraut und viel zu schmal. Seit Jahren bemühen sich die anliegenden Gemeinden um eine Verbesserung.

Der Vorbericht: Link

Eine Initiative des Sehestedter SPD Ortvereins.

Hubertus Fiedler, SPD-Vorsitzender aus Holtsee, hatte den Aufruf ebenfalls unterstützt. Und zahlreiche der Rad-Demonstranten stießen bei der Demo dann aus Holtsee dazu. So auch Annemarie Weber aus Hartzhof. Seit einem Unfall benötigt die 66-Jährige ein Fahrrad-Modell mit drei Rädern. „Victor“ heißt ihr Rad. Es werde in Dänemark viel gefahren, berichtet sie. Dort hat sie es bei einem Besuch ihrer Kinder kennengelernt. Damit kann sie sich sicher fortbewegen. Allerdings nicht entlang der L 42. „Ich habe es schon mal hier auf dem Radweg versucht“, erklärt sie. „Aber da komme ich nicht klar.“

Annemarie Weber kann das Dreirad kaum auf dem vorhandenen Radweg nutzen.

Aus Sehestedt waren auch Mitglieder anderer Parteien mit von der Partie. Denn alle sind sich einig: Dieser Radweg ist eine Katastrophe. Bürgermeister Torsten Jürgens-Wichmann (CDU) verkündete anschließend denn auch eine gute Botschaft: Ministerpräsident Daniel Günther habe sich eingeschaltet und sehe eine Möglichkeit der Finanzierung.

Gemeinsam unterwegs für einen neuen Radweg.

„Es gibt eine Bundesförderung mit einem 75prozentigen Zuschuss, das Land müsste dann 25 Prozent zahlen“, erklärte Jürgens-Wichmann. Für dieses Jahr sei die Summe bereits ausgeschöpft, aber Staatssekretär Thilo Rohlfs arbeite gemeinsam mit dem Amt Hüttener Berge bereits an einem Antrag. „Es besteht die Chance, dass wir im kommenden Jahr berücksichtig werden.“

Wenn nicht, dann könne man die Aktion ja wiederholen, war von vielen Teilnehmern zu hören. Sabine Sopha

Reiner Stein: Sehestedter Jung-Unternehmer bieten neuen Service rund ums Haus

Sie sind Jung-Unternehmer im doppelten Wortsinn. Beide stammen aus Sehestedt und sind 18 Jahre alt. Seit kurzem betreiben Thore Langen und Leon Grimm eine Steinreinigungs-Firma. Die ersten Aufträge haben sie bereits erfolgreich ausgeführt.

„Wenn wir da waren, ist auch das ganze Unkraut weg.“ Leon Grimm versteht es, potenziellen Kunden die Dienste von „Steinreinigung Langen & Grimm“ schmackhaft zu machen. „Ob Pflastersteine, Terrassenplatten oder Natursteine – wir befreien sie von hartnäckigen Verschmutzungen“, werben sie für ihr Unternehmen.

Auf die Idee sind die beiden durch das Internet gekommen. Sie haben gesehen, dass diese Dienstleistung in Amerika vielfach angeboten wird. „Es gibt viele Unternehmen, die Gartenarbeit anbieten“, hat Thore Langen ermittelt. „Aber explizit Steinreinigung haben nur wenige im Programm“, ergänzt Leon Grimm. „Und die Nachfrage ist groß.“

Im Laufe der Zeit setzt sich Unkraut fest.

Flechten und Moose sind die häufigsten Verschmutzungen auf den Steinen von Gehwegen oder Terrassen. „Wenn uns die Kunden beauftragen, sind die Steine grau“, sagt Leon Grimm. „Wenn wir fertig waren, sind sie rot.“ Um das zu erreichen, ist der Einsatz etlicher Geräte notwendig. Akribisch haben sie sich schlau gemacht, haben recherchiert, welche Geräte notwendig sind. „Die waren der größte Kostenfaktor“, sagt Leon Grimm. Neben Arbeitskleidung und Gummistiefeln mussten sie Hochdruckreiniger und Reinigungsmittel kaufen. „Dafür haben wir auf unsere Sparreserven zurückgegriffen“, erklärt Thore Langen. Denn: Die Idee für ein eigenes Unternehmen „war keine Schnapsidee“.

Die beiden haben einen Businessplan erstellt und eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) angemeldet. Haben eine Webseite (Link) konzipiert und Flyer verteilt. Das alles neben ihren Hauptaufgaben. Leon Grimm absolviert bei der Diako in Kropp eine Ausbildung zum Fachinformatiker, Thore Langen bereitete sich während der Planungsphase auf sein Abitur vor und macht jetzt ein Freiwilliges Soziales Jahr im Krankenhaus.Sie harmonieren gut miteinander. Die beiden jungen Männer sind seit ihrer Kindheit miteinander befreundet. Beide sind in Sehestedt aufgewachsen, gemeinsam in den Kindergarten gegangen und später zur selben Schule. Und nun sind sie gemeinsam Unternehmer.

Wichtig ist den beiden, dass bei den Reinigungsarbeiten die Umwelt nicht zu Schaden kommt. So verwenden sie biologisch abbaubare Reinigungsmittel. Und bevor sie den Hochdruckreiniger in Gang setzen, werden erst einmal lange Schläuche bis nächsten Abwasserabfluss ausgelegt. Auf diese Weise wird das Schmutzwasser entsorgt und spritzt nicht in die Umgebung. „Wenn wir gehen, ist alles blitzeblank“, erklärt Leon Grimm.

Stein-Reiniger (von links): Thore Langen und Leon Grimm. Fotos: Sabine Sopha

Außerdem werden die Ritzen verfugt. Dafür verwenden sie Quarzsand. „Der ist wasserdurchlässig“, so Thore Langen. Dann gibt es noch eine Nano-Versiegelung, damit Moose und Algen die kommenden Jahre keine Chance haben. Je nach Umfang der Arbeiten gibt es drei Angebote: 6.99 Euro, 8.49 oder 9.99 Euro pro Quadratmeter.

Ihr erstes Versuchsobjekt war die Terrasse der Eltern. Die Familien und Freunde haben den Plan der Jung-Unternehmer voll unterstützt. Jetzt haben sie bereits die ersten Kunden gehabt. „Die Resonanz ist sehr gut“, sagt Leon Grimm und fügt hinzu: „Wir sind die günstigsten, weil wir ja noch nicht so viel Erfahrung haben“.

 „Wir sind flexibel und schnell vor Ort“, wirbt Thore Langen für ihre Arbeit. Momentan sind sie vor allem am Wochenende im Einsatz. Sie können sich vorstellen, dass es einmal ihr Hauptgewerbe wird, aber ihnen ist bewusst, dass das nicht von heute auf morgen gehen wird.

Kontakt:
Homepage
E-Mail: kontakt@reiner-stein.de
Telefon: 0152 / 56355017 oder 0173 / 9120488

Ein Seelöwe fliegt: Elf Tonnen HiTec über Sehestedt

Wenn die Möwen zu Fuß gehen, fliegt die Marine noch immer. Jedenfalls mit ihren taktischen, beziehungsweise Search and Rescue-Helikoptern. In dieser Woche war einmal mehr das jüngste Mitglied der fliegenden Flotte im Tiefflug über dem Nord-Ostsee-Kanal zu sehen. Ein noch ungewohnter Anblick, nach knapp fünfzig Jahren Einsatz mit dem Westland Sea King.

Der Sea Lion löst zurzeit den altgedienten Westland Sea King ab. Foto: Airbus Helicopters/Patrick Heinz

Aber warum Tiefflug über den Nord-Ostsee-Kanal? Wem der Zufall hold war, der konnte in der Vergangenheit spgar einen der Marinehubschrauber beim Unterfliegen einer NOK-Brücke beobachten. Der Hintergrund ist, dass der Nord-Ostsee-Kanal die Schlechtwetter-Autobahn für die Marine-Helikopter von der Nord- zur Ostsee ist. Wenn kein Durchkommen nach oben durch tiefliegende Wolken oder die Sicht grottenschlecht ist, dann geht es tief runter über den NOK, um beispielsweise einen Notfallpatienten von Brunsbüttel zum UKSH nach Kiel zu bringen. Geübt werden muss dieses Schlechtwetterverfahren natürlich anfänglich auch bei gutem Wetter. Fliegerisch ist es eine überaus anspruchsvolle Herausforderung, für Top-Profis in den Marine-Cockpits.

Marine-Sea King 2019 beim Rettungseinsatz im NOK bei Sehestedt. Foto: Henze

Zurzeit wird der nahezu fünfzig Jahre alte Sea King gegen den brandneuen MH 90 Sea Lion von Airbus ausgetauscht. Das Marinefliegergeschwader 5 ist mit seinen Hubschraubern im niedersächsischen Nordholz, zwischen Bremerhaven und Cuxhaven stationiert. whe

Klassiker treffen Klassiker: Oldtimer kommen nach Sehestedt

Rund um den Sehestedter KanalTreff und dem Kult-Imbiss mit dem Panoramablick geben sich am 14. Mai 2022 eine Vielzahl verschiedener Oldtimer ein Stelldichein. Zu den Organisatoren gehört neben Jan Karstens und Imbiss-Chef Holger Petersen auch der Sehestedter ÖlTimer-Club mit verschiedenen historischen Traktoren.

Um 15 Uhr startet die Veranstaltung mit Kaffee und Kuchen, Ab 18 Uhr gibt es eine große Verlosung, die Feuertonnen werden angezündet, Bier und Bratwurst gibt es ebenfalls. Geplant ist ebenfalls, den Abend mit schwungvoller Mucke zu untermalen. Wer seinen Oldtimer bei der Veranstaltung präsentieren möchte, kann sich per Telefon oder E-Mail an Holger Petersen, imbiss-sehestedt.de, wenden.

Der Erlös des Oldtimer-Treffs wird dem Hospiz im Wohld, Gettorf zur Verfügung gestellt.

Garagenflohmarkt in Sehestedt

Seit Tagen wird in etlichen Sehestedter Haushalten kräftig aufgeräumt – denn sie beteiligen sich am Garagenflohmarkt. Am Sonntag, 24. April, von 10 bis 17 Uhr wird in rund 40 Garagen und Carports allerlei angeboten – vom Mickey-Maus-Heft über Haushaltswaren bis hin zu Kleinmöbeln.

Organisiert wird der Flohmarkt vom Jugendförderverein Sehestedt zugunsten der Sehestedter Jugend.  „Durch diese Aktion erhoffen wir uns, dass die Sehestedter Bürger die Möglichkeit bekommen, endlich mal wieder ums Dorf zu ziehen, alte Schätze zu erwerben oder zu verkaufen und eingeschlafene Kontakte wieder zu aktivieren“, erklärt Robert Pöhls.

Teilnehmer Südseite:
Alte Dorfstr. 7, 9, 10, 20, 24, 27, 27b, 30, 35, 42 / 44, Wiesenredder 2, Eiderblick 3, 10, Kiebitzmoor 5, 10, Zufriedenheit 1.

Teilnehmer Nordseite: 
Arft Kamp 3, 6, 10, 13, 14, 24, 31, 45, 46, Kirchenweg 12, Forstweg 3, Hauptstraße 1, 6, 8, 15d, 29, 26, 27, 32, 36, Kanalblick 4, 6, 11, 17, Schmiedeberg 11a, 15.                                                                                  

Wer Hilfe bei der eigenen Organisation benötigt, kann sich gerne an die Mitglieder des Jugendfördervereins Sehestedts wenden. Weitere Anregungen für diesen Garagenflohmarkt an:  ju-gend@t-online.de

Fahrradtour für besseren „Radweg“

Ein Radweg, der keiner ist: Entlang der L 42 zwischen Borgstedt, Sehestedt und Haby ist der schmale Teerstreifen neben der Straße marode. Seit Jahren kämpfen die Sehestedter für die Sanierung. Am Sonnabend, 23. April, will die SPD auf den Zustand aufmerksam machen. Jeder kann mitradeln.

Zu eng, zu bewachsen, zu kaputt. Wer von Borgstedt nach Holtsee fahren will – oder umgekehrt – findet einen Radweg vor, der diesen Namen gar nicht mehr tragen darf. Dafür ist er zu schmal. Für seine Sanierung und Verbreiterung machen sich die betroffenen Gemeinden seit Jahren (vergeblich) stark – siehe „Chronologie“. Mit einem Fahrradkorso wollen die SPD Sehestedt und die SPD Holtsee das leidige Thema jetzt wieder in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rücken.

Zu schmal und baufällig.

„Jeder, der die Straße schon einmal im Hochsommer befahren hat, weiß, wie gefährlich das ist“, erklärt Alexandra Koop, Vorsitzende der SPD-Sehestedt. Hupende und drängelnde Autofahrer, die vor riskanten Überholmanövern nicht zurückschrecken, machen das Radeln auf der Landstraße unangenehm.

Wer sich gegen die Straße und für den „sonstigen Weg“ entscheidet, radelt ebenfalls nicht ganz ungefährlich. Wurzeln haben hohe Höcker aufgeworfen, im Sommer seht das Gras manchmal kniehoch neben dem Weg, Schlaglöcher finden sich überall und kommen einem Radfahrer entgegen, wird das Ausweichen zu einem komplizierten Manöver.

„Wir von der SPD Sehestedt möchten dem Thema mehr Aufmerksamkeit schenken“, erklärt Alexandra Koop, die auch Mitglied der Gemeindevertretung ist. In Zusammenarbeit mit der SPD Holtsee ist daher am Sonnabend, 23. April, ein Fahrradkorso geplant. Je mehr Bürger mitradeln, so Koop, desto größer die Aufmerksamkeit. Start ist um 15 Uhr das Dänische Denkmal in Sehestedt-Nord.

Kraut und Füße.

Von dort geht es dann auf der Landesstraße in einer langen Schlange bis zur Kreuzung Haby/Eckernförde und wieder zurück. „Wir hoffen, dass dadurch Autofahrer für das Problem sensibilisiert werden“, erklärt die Sehestedter SPD-Vorsitzende, die mit der Aktion auch Verwaltung und Politik auf den Missstand aufmerksam machen möchte. Sabine Sopha


Chronologie

2005
Diese Strecke ist für Radfahrer nicht mehr geeignet. So lautet 2005 das Urteil über den „Radweg“ an der L42 /44 zwischen Borgstedt und Holtsee. Wegen der fehlenden Breite wurde die Benutzungspflicht für Radfahrer aufgehoben. Seither wird er als „sonstiger Weg“ betitelt. Radfahrer müssen den Weg nun nicht mehr nicht benutzen, aber sie dürfen. Ansonsten bleibt nur die vielbefahrene Straße.

November 2010
Das Land investiert rund 60 000 Euro, um den Radweg an der Landesstraße 42/44 zwischen Holtsee und Borgstedt auszubessern. Sehestedt wird jährlich gut 500 Euro für das Mähen aufwenden müssen. „Das soll erst einmal auf fünf Jahre laufen und ich hoffe, dass es kein Dauerzustand bleibt und der Radweg neu gemacht werden sollte“, sagt Torsten Jürgens-Wichmann gegenüber der „Landeszeitung“.

 Februar 2011
Die Strecke zwischen Borgstedt und Sehestedt wird verbreitert. Allerdings lediglich mit einer schmalen Schicht neben dem Asphalt.

Juli 2012
Aus der Naht zwischen dem alten Weg und dem neuen rund 40 Zentimeter breiten Streifen sprießt das Unkraut, der Asphalt sackt teilweise ab und ist gerissen. Unebenheiten sind die Folge. Sehestedts Bürgermeisterin Rita Koop ist empört: „Der Weg ist so schlecht. Wir haben gesagt, dass wir die Kosten der Pflege tragen, aber so nehmen wir den Weg nicht ab. Die Radfahrer benutzen schon die Straße. Da sind Unfälle vorprogrammiert“, erklärt sie gegenüber der Landeszeitung.

Oktober 2019
Der Abschnitt zwischen Borgstedt und Schirnau soll saniert werden. Grund hierfür ist hauptsächlich die Wehrtechnische Dienststelle für Schiffe und Marinewaffen der Bundeswehr (WTD71), deren Standort dafür sorgt, dass Radfahrer zwischen Borgstedt und Sehestedt in diesem Bereich nicht am Kanal entlangfahren können.
Ob die Strecke zwischen Schirnau und Holtsee ebenfalls saniert wird, ist nach Angaben des Amtes Hüttener Berge dagegen noch unklar. „Wir sind aber sehr zuversichtlich, dass es in absehbarer Zeit in Angriff genommen wird. Konkrete Pläne gibt es allerdings noch nicht“, wird Andreas Hoffmann vom Fachdienst Ordnungsbau von der „Landeszeitung“ zitiert.

Juni 2020
Laut Auskunft des LBV.SH soll der sogenannte „sonstige Weg“ (für einen offiziellen Fahrradweg fehlt ihm die Breite) Ende August fertiggestellt sein. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 650.000 Euro.

September 2020
Vier Wege werden im Kreis saniert. Aber der Weg an der L 42 von Borgstedt nach Gettorf gehört nicht dazu. Die Gemeinde Sehestedt will gemeinsam mit dem zum wiederholten Male den Versuch unternehmen, das Land von der Wichtigkeit der Strecke zu überzeugen, erklärte Bürgermeister Torsten Jürgens-Wichmann auf der Gemeindevertretersitzung.

Sehestedt singt: Sänger und Sängerinnen gesucht

Dass die Sehestedter sehr musikalisch sind, haben sie bereits beim Kreiskultur-Projekt im Sommer 2019 bewiesen. Nun wollen sie ein Festival auf die Beine stellen. Die Proben haben schon begonnen, aber es werden noch weitere Sängerinnen und Sänger gesucht.

„Es soll eine Aufführung von Sehestedtern für Sehestedter werden“, erklärt Alexandra Koop, Vorsitzende des Sehestedter Kulturausschusses. Gefördert wird das Projekt durch die Kreiskultur Rendsburg-Eckernförde (Link)

Und so hat die erfahrene Chorleiterin Claudia Piehl aus Eckernförde wieder die Leitung des Festivals übernommen.

Drei Projekte hatten für die Sehestedter zur Auswahl gestanden. Entschieden hatten sie sich für ein Festival. „Allerdings sind einige der ersten Besetzung wieder abgesprungen“, bedauert Alexandra Koop. Daher sind weitere Sängerinnen und Sänger erwünscht. Musikalische Erfahrung ist nicht nötig, denn Claudia Piehl versteht es, auch Ungeübten eine Stimme zu verleihen. Also: Es gibt gratis ein professionelles Coaching!

„Ich arbeite als freischaffende Sängerin, Regisseurin, Chorleiterin, Autorin, Keyboarderin, Veranstalterin und Leisterin von Musiktheater-Ensembles“, beschreibt die vielseitige Frau ihre Aktivitäten. (Link)

Claudia Piehl hat die Sehestedter Musikanten „im Griff“

Bekannt wurde sie unter anderem durch „Piehls Showpalast“, der momentan pausieren muss. Piehl, Jahrgang 1967, versteht es, andere für Musik zu begeistern und ihnen Techniken zu vermitteln, mit denen Singen Spaß bringt – und erfolgreich ist. Das zeigte sich unter anderem am Sehestedt-Song (Link)

Jetzt wird in Sehestedt jeden Montag von 18 bis 20 Uhr geprobt. Die erste Stunde meist Instrumentalisten (Kirche) und Sänger (Bürgerraum Markttreff) getrennt, später dann gemeinsam in der Kirche. „Es ist eine Mischung aus alten und neuen Songs“, erklärt Alexandra Koop. Beispielsweise „An Land“ von Element of Crime. Oder „Californa Dreamin‘“ von The Mamas & The Papas. Einen kleinen Eindruck gibt’s davon im Video.

Die Aufführung des Festivals ist für den 3. September 2022 geplant. Wer mitmachen möchte, kann sich bei Claudia Piehl 0172/4315613 oder Julia Schäfer 0177/2394967 melden oder einfach vorbeikommen.

Gesucht werden außerdem Helferinnen und Helfer, die dabei sind, wenn es dann um den Bühnenaufbau geht oder andere organisatorische Tätigkeiten. Sabine Sopha

Besuch im Kindergarten: Die Öl-Timer spenden und basteln

Bruno Dohrn, Gerd Thode und Rüdiger Sell von den Öl-Timern besuchten am 8. März den Sehestedter Kindergarten. Einmal mehr bauten die Männer des Traktoren-Clubs dort Holz-Nistkästen mit den Vorschulkindern.

Gerd Thode bastelt

Die Bastelei ist jedes Jahr hochwillkommen und die Kinder, aber auch die Erzieherinnen Monica und Ute, haben viel Freude an dieser schon traditionellen Aktion der Traktorenfreunde. Vor allem übergaben Bruno, Gerd und Rüdiger aber auch noch einen symbolischen Scheck in Höhe von 350 Euro für den Förderkreis des Sehestedter Kindergartens, der künftig für den Bau einer Wasser-Matschanlage verwendet werden soll.

Rüdiger Sell weiß wie man Nistlästen baut.

Einmal mehr haben die Kinder viel gelernt bei der Aktion und bedankten sich mit drei Liedern für die großzügige Spende der Öl-Timer. whe

Der Bürgermeister teilt mit

Informationsbrief der Gemeinde Sehestedt

 

Liebe Sehestedterinnen und Sehestedter,

ich hoffe Sie alle sind gut über die dunkle Jahreszeit gekommen, denn bedingt durch Corona war es bestimmt nicht immer leicht und im Februar stellten 2 Feuerwehreinsätze uns vor große Herausforderungen, an dieser Stelle gebührt mein Dank allen Feuerwehrkameradinnen und Kameraden der Sehestedter Wehr und natürlich allen anderen Wehren und Helferinnen und Helfern, die dort, vielfach ehrenamtlich, einen tollen Job gemacht haben.

Ein ganz herzliches Dankeschön allen Spenderinnen und Spendern die dem Spendenaufruf gefolgt sind und gespendet haben, auch im Namen der Familie Kaltenbach, die bei der Übergabe sichtlich gerührt waren und sich gefreut haben Danke!

Jetzt aber möchte ich einen Ausblick auf die nächsten Wochen geben, ab sofort finden die Gemeindesitzungen in der Heuherberge Naeve statt, da unser Landhaus zurzeit geschlossen ist.

Aufrufen möchte ich zur Mitarbeit beim Kreiskulturprojekt Musical Sehestedt. Treffen ist immer montags um 18:00 Uhr in der Kirche (Ansprechpartner ist Alexandra Koop).

Wer Lust hat unsere Dorfchronik weiterzuentwickeln, darf sich gerne bei mir oder Alexandra Koop melden.

Die Gemeinde Sehestedt plant in der Zeit vom Samstag 11.Juni bis Sonntag 12.Juni 2022 eine Fahrt nach Lohmen.
In Lohmen ist die Feier 795 Jahre Lohmen und über 30 Jahre Partnerschaft mit Sehestedt geplant, das Ganze ist ein Dorffest, am Abend mit Liveband und verschiedenen anderen Aktionen, unser Treckerclub Öltimer und der Treckerclub Öltimerfreunde rund um Eckernförde sind vor Ort, wer von Ihnen/Euch noch Fotos oder alte Unterlagen aus früheren Besuchen hat, kann diese gerne auf einen Stick zur Verfügung stellen, damit diese am Abend gezeigt werden können. Abgabe bei mir oder im Bürgermeisterbüro. Seite 2 von 2

Wir haben einen Bus bestellt, der am Samstag um 7:00 Uhr ab Sehestedt startet. Anmeldungen zu dieser Fahrt nehmen ab sofort Alexandra Koop und Torsten Jürgens-Wichmann entgegen.

Wichtig ist, bei der Anmeldung, mitzuteilen ob Sie/Ihr im Hotel, Jugendhaus (Mehrbettzimmer) oder evtl. bei Freunden privat untergebracht werden möchtet. Häuser am See stehen auch noch zur Verfügung.

Die Buskosten und ein Frühstück im Bus werden von der Gemeinde übernommen, alle anderen Kosten sind selber zu tragen.

Um genau planen zu können benötigen wir eine verbindliche Zusage bis zum 20.3.2022. Wir hoffen auf zahlreiche Anmeldungen.

Weitere Termine, wie das Maibaumaufstellen, Schietsammeln usw. entnehmt bitte dem Gemeindekalender

Ich würde mich freuen Sie/Euch bei der einen oder anderen Veranstaltung zu sehen
Ihr/Euer

Torsten Jürgens-Wichmann
Bürgermeister

 

Der InfoBrief im Original zum download: Link

Ausgebrannt: Schnelle Hilfe für Sehestedter Familie

Sie haben alles verloren: Das Haus samt Kleidung, Möbeln, Erinnerungsstücken. Doch im Gegensatz zu den Menschen aus den Kriegsgebieten der Ukraine, die sich jetzt auf der Flucht befinden, ist Birte und Frank Kaltenbach mit ihren Kindern Celina und Maurice etwas Wichtiges geblieben. Ihre Heimat und ihre Freunde. Das Haus ist unbewohnbar, doch Dirk Naeve hat ihnen sofort ein Ferienhaus zur Verfügung gestellt. Freunde, Vereinsmitglieder und viele Sehestedter haben spontan gespendet. Eine Welle der Hilfsbereitschaft, von der Birte sagt: „Es rührt uns zu Tränen“. (Link)

Zu den ersten Helfern gehörte Robert Pöhls. Er ist im Vorstand vom Jugendförderverein und Angelverein „Hol rut“ und rief bereits am Tag nach dem Brand zu Spenden auf. (Link)

Eine stattliche Summe kam zusammen, die „Kanalwichtel“ des Kindergartens malten ein fröhliches Bild und beides konnte der Sehestedter Familie schon nach wenigen Tagen überreicht werden.

Bürgermeister Torsten Jürgens-Wichmann hatte seine Bürgersprechstunde am Montag nach dem Brand ausgedehnt und Spenden gesammelt – in bar. Dabei kam eine „sehr schöne Summe“ zusammen, so Jürgens-Wichmann, der keinen konkreten Betrag nennen möchte.

Spendenbrief

Zur Unterstützung der Brandopfer hatten sogar Kinder ihren Spartopf geleert, zeigt sich der Bürgermeister gerührt. „Es ist fantastisch, was die Sehestedter Bevölkerung geleistet hat“, freut er sich. Der Schützenverein beteiligte sich, die Wählergemeinschaft und auch die Kirchenkollekte floss in die Summe mit ein. Mehr als 100 Personen waren gekommen, um „in bar und ganz unkompliziert“ ihren Beitrag zur Unterstützung zu leisten. „Ich bedanke mich bei allen Sehestedter Bürgern“, würdigte der Bürgermeister das Engagement.

Der Brand im Eiderblick hat weite Kreise gezogen. Nicht nur die regionale Presse berichtete, sondern durch eine Meldung der Deutschen Presseagentur (dpa) wurde die Nachricht auch in der Süddeutschen Zeitung, der Welt, auf stern.de, zeit.de und zahlreichen anderen Portalen verbreitet. Das Feuerwehrportal fireworld.at berichtete ebenfalls (Link)

Das Haus im Eiderblick wurde im Jahre 2000 gebaut, damals das erste Haus in dem Neubaugebiet, berichtet Birte. Die Kinder Celina (18) und Maurice (14) sind dort geboren und aufgewachsen. Jetzt ist das Grundstück abgesperrt. „Das Gebäude ist nicht mehr zu retten“, so Frank. Das hätte ihnen ein Gutachter der Kripo erklärt. Wahrscheinlich muss sogar der Boden ausgetauscht werden.

Kachel am Haus

Für den Familienvater gibt es viel zu tun. Versicherungen müssen angeschrieben werden, Dokumente wieder beschafft werden. Manchmal sind es auch Kleinigkeiten, die ganz selbstverständlich waren und die jetzt fehlen. Einen Vorteil kann das Internet bieten. Birte hatte etliche Daten in der Cloud gesichert und konnte sie über ein neues Tablet schnell wieder aktivieren.

Celina und Maurice gehen wieder zur Schule. Vor der 18-jährigen der Heinrich-Heine-Schule in Büdelsdorf stehen große Herausforderungen, denn sie wird in den kommenden Monaten ihr Abitur ablegen. Und das, obwohl Schulbücher und Lernunterlagen ein Raub der Flammen wurden. Doch die junge Frau besitzt Kampfgeist, ist sie doch Fußballerin bei der Spielgemeinschaft Sehestedt-Wittensee. Ihre Mitspielerinnen haben über Instagram eine Spendenaktion organisiert und für Sonnabend, 12. März, ein Spendenturnier der in der Wulfsteerthalle in Eckernförde (12 Uhr).

Die Familie aus Sehestedt ist nicht allein. Und so sagt Birte auch in ihrem Dankesschreiben: „Ihr stärkt uns mit eurer Unterstützung den Rücken und gebt uns Kraft für alles, was noch vor uns liegt“. Sabine Sopha