SV Sehestedt gegen FC Nord Kickers: Nach der Halbzeitpause jede Menge Ärger

Bis zur zweiten Halbzeit lief im Spiel der Kreisklasse C Mitte-Nord am 26. September 2021 eigentlich alles glatt. Das Spiel lief gut, Sehestedt lag zwar zurück, aber hart und fair wurde um jeden Ball gekämpft. Gut besucht war das Spiel ebenfalls. Kurz nach der Halbzeitpause schoss schließlich Heiko Gehrk den Ausgleich für Sehestedt und das Spiel fing an „aus dem Ruder zu laufen“, denn die Wut der anwesenden Fans des FC Nord Kickers über den Ausgleichstreffer richtete sich massiv gegen Schiedsrichter und Heim-Mannschaft. Von der Sekunde an wurde das Spiel zunehmend hektischer und aggressiver, wobei der wachsende Ärger nicht durch die Spieler, sondern wesentlich durch die Fans der Nord Kicker am Spielfeldrand verursacht wurde.

Nach einem regelkonformen Zweikampf vor dem Sehestedter Tor verletzte sich ein Spieler der Nord Kicker und in der unmittelbaren Folge stürmten Fans der gegnerischen Mannschaft auf das Spielfeld, offensichtlich um einen von ihnen geforderten Strafstoß beim Schiedsrichter physischen Nachdruck zu verleihen. Über den gesamten Sportplatz war schließlich zu hören, so berichten Spieler und Zuschauer, dass der Schiedsrichter unter anderem auch als „Nazi“ beschimpft worden sei. Das Spiel konnte schließlich fortgesetzt werden, musste jedoch später erneut unterbrochen werden, weil Fans der Nord Kickers, wie auch Spieler, erneut den Schiedsrichter und darüber hinaus auch Sehestedter Spieler bedrohten.

Nur mit Mühe kann das Spiel nach 90 Minuten beendet werden. Blieb aber zuvor hitzig und immer wieder tönten üble Beschimpfungen der Nord Kickers Fans über das Spielfeld. Auch nach dem Abpfiff wird es nicht ruhiger, so dass sich Sehestedter Spieler wie auch Schiedsrichter, ob der permanenten Bedrohungen im Spielerheim des SV Sehestedt in Sicherheit bringen müssen. Das durch den Sehestedter Trainer gegen Fans und Mannschaft der Nord Kickers ausgesprochene Hausverbot wird ignoriert, Sehestedter Spieler und Zuschauer bringen schließlich sogar ihre Kinder in Sicherheit.

Etwa eine Stunde nach Spielende verlassen die Nord Kickers die Sehestedter Anlage, ein erstes Fazit dieses Spiels sieht nicht gut aus, wobei es festzustellen gilt, dass nur eine Minderheit der Nord Kickers Mannschaft die Tumulte und Beschimpfungen mitzuverantworten gehabt haben, der Großteil der Mannschaft habe sich ruhig und besonnen verhalten, wie auch der Sehestedter Trainer betont.

Auch SV-Fan Richard Schmidt ist empört über das skandalöse Verhalten der Nord Kickers Fans. „Spieler, Betreuer und Zuschauer des SV Sehestedt wurden durchweg und über gut 15 Minuten als Nazis, Bastarde und Hurensöhne beschimpft,“ sagt er. Schmidt ist ebenfalls aufgebracht über die dem Spiel folgende „einseitige“ Berichterstattung der Lokalzeitung, die, so Richard Schmidt und SV Sehestedt Vorstand Thomas Ehlers, überhaupt keinen Reporter während des Spiels vor Ort gehabt hätte. Ehlers ist jedenfalls sicher, dass weder dem Sehestedter Publikum noch der Mannschaft ein Vorwurf zu machen sei. „Die Mannschaft hat gut und fair gespielt, der Schiedsrichter das Spiel angemessen geleitet und die Sehestedter Fans hätten sich friedlich verhalten, der ganze Ärger ging ausschließlich von Fans und Betreuern der Nord Kickers aus“, so Thomas Ehlers. Zu guter Letzt habe sich im Übrigen auch herausgestellt, dass die Gegnermannschaft mit einem nicht spielberechtigten Spieler angetreten sei, wodurch das Spiel schlussendlich 5:0 für Sehestedt gewertet werden müsse. Thomas Ehlers hält es darüber hinaus auch für einen Witz, dass ein SV-Spieler vom Sportgericht zu einer 35 Euro Geldbuße verurteilt worden sei. whe

Das Gesundheitsministerium informiert: Angebote zur Auffrisch-Impfung wahrnehmen – maximal geschützt in den Herbst und Winter starten

In Schleswig-Holstein sind Stand 19. Oktober 2021 73,4 Prozent der Gesamtbevölkerung mindestens einmal geimpft. Vollständig geimpft sind 70,5 Prozent aller Bürgerinnen und Bürger. In der Gruppe der Erwachsenen beträgt die Impfquote der vollständig geimpften in Schleswig-Holstein 82,2 Prozent. Bei den Personen 60 Jahre und älter beträgt diese 88,9 Prozent. Auffrisch-Impfungen erhielten in Schleswig-Holstein bereits über 68.000 Menschen. Schleswig-Holstein liegt damit weiterhin in der Spitzengruppe der Bundesländer mit der höchsten Impfquote.

Gesundheitsminister Heiner Garg betont: „Wir sind in Schleswig-Holstein mit einer hohen Impfquote und niedrigen Inzidenzen gut aufgestellt. Um gut und sicher durch Herbst und Winter zu kommen, möchte ich noch einmal alle, die sich noch nicht zu einer Corona-Schutzimpfung entscheiden konnten, ermuntern, sich impfen zu lassen. Ebenfalls möchte ich daran erinnern, dass es für bestimmte Gruppen die Möglichkeit gibt, den bestehenden Impfschutz durch eine Auffrischimpfung zu erneuern. Lassen Sie sich im Zweifel von der Ärztin oder dem Arzt Ihres Vertrauens beraten, und nutzen Sie die Angebote der Ärztinnen und Ärzte und der mobilen Impfteams im Land.“

Um weiter sicher durch die Herbst- und Wintermonate zu kommen, erinnert das Gesundheitsministerium an die Möglichkeit von Auffrischimpfungen für bestimmte Bevölkerungsgruppen. In Anlehnung an die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (Stiko) und den Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz kann eine Auffrischimpfung mit mRNA-Impfstoffen (BioNTech / Moderna) in Arztpraxen (teilnehmende Arztpraxen: https://arztsuche.kvsh.de/) wahrgenommen werden.


Dies gilt für Menschen, die 60 Jahre oder älter sind, die letzte Impfung vor mehr als sechs Monaten erhalten und eine individuelle Abwägung gemeinsam mit ihrem Impfarzt/Impfärztin getroffen haben.

-immungeschwächt oder immunsupprimiert sind – beispielsweise HIV-infizierte Personen oder Patienten während einer Krebstherapie – und die letzte Impfstoffdosisvor mehr als sechs Monaten erhalten haben. (Bei schwer immun defizienten Personen kann eine zusätzliche Impfstoffdosis als Optimierung der primären Impfserie bereits vier Wochen nach der Grundimmunisierung angeboten werden.)

-vollständig mit dem Vektorimpfstoff von AstraZeneca geimpft wurden und die letzte Impfung vor mehr als sechs Monaten erhalten haben.

-vollständig mit dem Vektorimpfstoff von Johnson & Johnson geimpft wurden die letzte Impfung vor mehr als vier Wochen erhalten haben.

-die Bewohnerin oder Bewohner in einer Pflegeinrichtung, Einrichtung der Eingliederungshilfe oder einer Einrichtung mit vulnerablen Gruppen sind oder dort Pflegekraft oder Beschäftigte und die letzte Impfung vor mehr als sechs Monaten erhalten haben.

-beruflich in Kontakt mit infektiösen Menschen stehen, beispielsweise medizinisches Personal ambulant oder stationär, Personal des Rettungsdienstes und die letzte Impfung vor mehr als sechs Monaten erhalten haben.


Impfen ist wichtig. Foto: pixabay

Impfangebote werden nach Terminvereinbarung über niedergelassene Ärztinnen und Ärzte bereitgehalten. Neben niedergelassenen Vertrags- und Privatärzten und -ärztinnen können auch Betriebsärzte und Betriebsärztinnen sowie Krankenhäuser Schutzimpfungen gegen Covid-19 anbieten. Hiervon profitieren insbesondere Personen, die am Arbeitsplatz besonders exponiert sind. Die teilnehmenden und registrierten Praxen sind online unter https://arztsuche.kvsh.de/ zu finden.

Die im Land in Zusammenarbeit mit Partnern vor Ort angebotenen offenen Impfaktionen sind unter http://impfen-sh.de zu finden. Dort können sowohl Erst-, Zweit-, als auch Auffrischimpfungen durchgeführt werden.

Hinweis zur Grippe- und Coronaschutzimpfung:

Nach Angaben des RKI muss zwischen der Impfung von COVID-19-Impfstoffen und anderen Totimpfstoffen (z.B. Influenza-Impfstoff) kein Mindestabstand eingehalten werden, diese können nach Empfehlung der STIKO auch zeitgleich gegeben werden. Es ist zu beachten, dass Impfreaktionen häufiger als bei der getrennten Gabe auftreten können. Wirksamkeit und Sicherheit entsprechen bei gleichzeitiger Anwendung verschiedener Impfstoffe im Allgemeinen denen bei jeweils alleiniger Anwendung. Die RKI-Pressemitteilung dazu finden Sie hier: https://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/STIKO/Empfehlungen/PM_2021-09-24.html

Grundschule Borgstedt: Vieles neu und größer

1,7 Millionen Euro hat der Schulverband Borgstedt in seine Grundschule investiert – aus eigenen Mitteln, ohne Fördergelder. Sie wurde nicht nur um einen Anbau mit vier Klassenräumen erweitert, sondern alle Räume wurden auch modernisiert. Neben neuen Lernmitteln sind diverse besondere Angebote hinzugekommen. Ein Rundgang mit Michael Jaekel (Schulleiter) und Torsten Jürgens-Wichmann (stellvertretender Vorsteher des Schulverbandes).

Für die „Füchse“ ist alles vorbereitet. Ein Stoff-Fuchs als Maskottchen sitzt im Klassenzimmer, am Whiteboard stehen die Namen der Schülerinnen und Schüler. 27 Erstklässler werden am 4. August in Borgstedt erwartet. Sie werden keine grüne Tafel mit Schwamm und Kreide mehr kennenlernen. „Jedes Klassenzimmer hat jetzt ein Whiteboard“, erklärt Michael Jaekel stolz. Und so gibt es natürlich in jedem einen Internetanschluss. Selbstverständlich ist das nicht. Der Schulleiter hat – vermittelt durch einen Vater – die alten Whiteboards einer Kieler Schule erhalten.

Gemeinsam lernen und lachen – das Motto der Grundschule Borgstedt. Fotos und Video: Sabine Sopha

Während das Zimmer der „Füchse“ mit Bildern bereits fröhlich und anheimelnd gestaltet war, wurde wenige Tage vor Ferienende in anderen Räumen noch eifrig gewerkelt. Die „Erdmännchen“ müssen beispielsweise umziehen. In ihrem Raum hat jetzt Schulleiter Jaekel sein Domizil, gleich daneben ist das Sekretariat untergebracht. Wo es lang geht, verrät ihnen am Eingang ein Wegweiser, darüber hängt ein buntes Bild von Cartoonist Sven Raschke, das zeigt, aus welchen Gemeinden die Kinder – meist mit dem Bus – der Schule kommen. Insgesamt sind es im neuen Schuljahr 110 Jungen und Mädchen.

Die Schule: Links der Altbau, rechts der Anbau.

Info

Die Schule Borgstedt gehört zum Schulverband Borgstedt. Dieser ist für die Gemeinden Sehestedt, Bünsdorf, Holzbunge, Klein Wittensee, Neu Duvenstedt und Borgstedt zuständig. Alle Gemeinden sind nach einem Schlüssel finanziell am Verband beteiligt.
Internet: Link


Vier neue Klassenzimmer und großzügige Sanitäranlagen (inklusive Behinderten-WC) sind im Anbau entstanden. Pro Klasse stehen damit jetzt je zwei Zimmer zur Verfügung, so dass sie jeweils in zwei (kleinere) Lerneinheiten aufgeteilt werden können. Und weil viele Kinder auch viel Lärm machen können, wurde durch spezielle Deckenplatten in Flur und Räumen für Geräuschdämmung und gute Akustik gesorgt. Die Decken sind hoch und die Räume hell.

„Kein Raum ist so geblieben, wie er einmal war.“
Michael Jaekel, Schulleiter

Im Altbau gibt es durch Neuorganisation der Räume jetzt unter anderem ein neues helles Lehrer- und einen gut ausgestattetes Musikzimmer. Musikunterricht ist eines der besonderen Angebote der Borgstedter Schule. Es gibt einen Chor (der coronabedingt pausieren musste), zwei Mal in der Woche nachmittags Klavierunterricht und nun wurden über den Förderverein für 1000 Euro Gitarren angeschafft. Einmal in der Woche ist der Unterricht geplant – wie für die Klaviere mit Vertretungskräften. Über eine Bücherspende hat die Schule 250 Bücher erhalten. In der Aula soll eine Bibliothek entstehen, in der sich die Kinder Sach- und Lesebücher ausleihen können. „Wir möchten das Lesen fördern“, betont Michael Jaekel.

Letzte Pinselstriche: Janine Ehrlich im Betreuungsraum.

Die Borgstedter Schülerinnen und Schüler können aber auch Segeln lernen oder Stand-Up-Paddeln. Möglich werden die Sport-Angebote durch Kooperation mit örtlichen Sportvereinen (siehe Infokasten) und durch das Engagement von ehrenamtlichen Kräften. Hilfreich ist ebenfalls der Förderverein, auch finanziell. So wurden sogenannte Bee-Bots angeschafft. Wie Bienen sehen sie aus und können einfache Kommandos ausführen. Und weil die Reporterin sich gar nichts darunter vorstellen kann, rollte Michael Jaekel eine Matte mit aufgezeichneten Wegen und Häusern aus und holt Bienen-Roboter auf Rädern hervor.

Bienen-Roboter auf Rädern

Die Förderung der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) liegt Jaekel am Herzen. Konstruieren und Programmieren soll mit Hilfe der WeDo-Kästen von Lego im Unterricht vermittelt werden. Außerdem gibt es noch eine Modelleisenbahn-Anlage, die die Schule gewonnen hat. „Deren Aufbau werden wir als Projekt im zweiten Halbjahr in Angriff nehmen“, freut sich Jaekel.

„Wir wollen eine Wohlfühl-Schule sein.“
Michael Jaekel

Die Projekte finden nachmittags statt. Und so können die Kinder in der Schule auch Mittagessen. „Es wird von der Heuherberge in Sehestedt geliefert“, erklärt Jaekel. Die Mensa mit Küche ist jetzt teilweise auch neu ausgestattet. Denn die Grundschüler lernen hier auch Kochen und Backen. „Dann zieht immer ein leckerer Duft durch die Schule.“

Noh in den Schulferien wurde der Materialraum komplettiert.

Über den Schulhof geht es dann in das ganz alte Schulgebäude. Hier sind jetzt zwei Räume für die Betreuung entstanden. Bunte Bilder an den Wänden verbreiten eine fröhliche Atmosphäre, dafür hat Janin Ehrlich gesorgt. In einer Leseecke lädt zum Entspannen ein oder  die Kinder können sich am Kickertisch austoben.

Auch das gehört zur Ausstattung: Ein Tischkicker.

„Für eine kleine Schule sind wird gut aufgestellt“, zieht Jaekel Bilanz und Torsten Jürgens-Wichmann stimmt ihm zu. Möglich sei dies vor allem, weil alle an einem Strang ziehen: Lehrer, Eltern, Gemeinden.

„Bei diesem Strauß an Projekten sind wir auf Elternbeteiligung und Ehrenamt angewiesen.“
Michael Jaekel

Liebevoll sind die Klassenräume gestaltet.

„Vor fünf Jahren besuchten nur noch 88 Kinder die Grundschule“, weiß Torsten Jürgens-Wichmann. Der Sehestedter Bürgermeister erinnert sich, dass damals über Schließung der Schule nachgedacht wurde. 2020 waren dagegen 120 Kinder angemeldet. Vorübergehend wurden Container aufgestellt und „darum mussten wir anbauen.“ Er appelliert daher an die Eltern der zugehörigen Gemeinden, ihre Kinder nach Borgstedt zu schicken, damit der Bestand der Schule gesichert ist. „Das Angebot sucht seinesgleichen“, betont er nochmals und weist auf das vielfältige Engagement des Schulverbandes hin. So sorgte dieser dafür, dass der Schulbus zwischen Sehestedt und Borgstedt wieder zu einer akzeptablen Zeit verkehrt. „Die Kinder sollten schon um sieben Uhr ab Sehestedt fahren.“ Das hätte eine lange Wartezeit vor Unterrichtsbeginn bedeutet. „Jetzt fahren die Busse wieder zeitnah.“

Im Klassenzimmer der Füchse wartet schon das Maskottchen.

Zwar sei es möglich, seine Kinder von Sehestedt auch nach Holtsee zur Schule zu schicken. Allerdings existierte der private Fahrdienst nicht mehr. Nun müssten die Schüler mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren ­– und das bedeutet, dass sie die vielbefahrene Landstraße 42 überqueren müssen. Sabine Sopha

Kurz und bündig

Umbau und Erweiterung

  • Erweiterungsbau mit vier Klassenräumen, Sanitärräumen und Behinderten-WC
  • Umbau des alten Gebäudes mit neuer Raumaufteilung
  • Erneuerung der Heizungsanlage
  • Brandschutzverbesserungen
  • Neugestaltung der Außenanlagen
  • Kosten: 1,7 Millionen Euro finanziert vom Schulverband Borgstedt über Amt Hüttener Berge

Musik- und Sportangebote

  • Neu: Fußball (TVS Borgstedt)
  • Neu: Stand-Up-Paddeln (TSV Borgstedt)
  • Neu: Tennis (Büdelsdorfer Tennis Club)
  • Neu: Gitarrenunterricht
  • Klavierunterricht
  • Theater AG
  • Chor
  • Segel-AG (Wassersportclub Wittensee)
  • Schwimm-Unterricht (Plietsch & Stark)

Das Schulteam

  • 7 feste Lehrkräfte
  • 3 Vertretungskräfte für ein halbes Jahr
  • 2 Lehrer in Ausbildung
  • 2 Betreuungskräfte auf 450-Euro-Basis
  • plus 16 weitere aktive Unterstützer

Blüh-Paten gesucht: Bovenau brummt, Sehestedt summt!

Es war der Blick aus dem heimischen Fenster, der Petra Krambeck veranlasste über eine neue Kooperation zwischen Landwirtschaft und Förderung „wilder“ Naturlandschaft nachzudenken. Der starke Rückgang der Insektenpopulationen ist seit Jahren überdeutlich, die optische Eintönigkeit landwirtschaftlicher Flächen unübersehbar. Was also tun?

Das Ergebnis dieser Überlegungen ist eine bemerkenswerte Initiative der drei Sehestedter und Bovenauer Landwirtsfamilien Ahlmann, Krambeck und Ströh, die gemeinsam als private Initiative die Aktion „Bovenau brummt, Sehestedt summt“ ins Leben gerufen haben. Im Mittelpunkt steht  dabei das Anlegen von blühenden Naturwiesen, die die Randbereiche von landwirtschaftlich genutzten Flächen verschönern, den Menschen Orte zum Innehalten und Genießen bringen und vor allem den Insekten ein natürliches Umfeld bieten.

Blühwiese in Bovenau. Fotos: Henze, Hinz

Rund um Bovenau und Sehestedt konnten bislang zwei Hektar landwirtschaftliche Flächen zu Blühwiesen umgestaltet werden. Eine Pracht fürs Auge, eine zusätzliche Ressource für die Tierwelt, aber auch eine Herausforderung für die Initiatoren. Denn natürlich soll diese Aktion wachsen, zusätzliche Ackerrandflächen sollen angepachtet und zur Blühwiese umgestaltet werden. „Daher werden Paten gesucht“, wie Petra Krambeck betont. Für dreißig Euro jährlich könne daher jeder interessierte Bürger die Patenschaft für einhundert Quadratmeter Blühwiese übernehmen. „Je mehr Paten wir bekommen, umso mehr Flächen können zur Blühwiese werden,“ so Cay Ahlmann, Mit-Initiator und Landwirt in Sehestedt.

Ein Paradies für Insekten.

Detaillierte Info zum Projekt „Bovenau brummt, Sehestedt summt“ gibt es dort: Link
Sie können auch Kontakt über folgende e-mail aufnehmen: info(at) bovenau-brummt-sehestedt-summt.de oder den flyer herunter laden: Link

Ministerpräsident Daniel Günther besucht Sehestedt – zum Blut spenden

Ministerpräsident Daniel Günther geht mit gutem Beispiel voran. In Sehestedt spendete er Blut. Denn: Die Blutvorräte werden knapp.

Die Feuerwehrfahrzeuge standen vor dem Feuerwehrgerätehaus. Das wurde als Empfangsraum für die Blutspender benötigt. Sehestedts Bürgermeister Torsten Jürgens-Wichmann wartete bereits und begrüßte als erster den schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Daniel Günter. Der kam ganz unspektakulär vorgefahren. Am Steuer des Privatwagens saß Ehefrau Anke und das Töchterchen war auch dabei. Der Besuch war halb privat, halb beruflich. Günther wollte Werbung machen – fürs Blutspenden. Und anschließen eine besondere Sehestedter Einrichtung aufsuchen.

„Meine Frau hatte in der Zeitung den UKSH-Aufruf gelesen“, erklärte Daniel Günther.  Das Universitätsklinikum spricht von einer kritischen Situation und befürchtet, eventuell Operationen verschieben zu müssen. Anlass für den MP, auf die Situation aufmerksam zu machen.

UKSH-Aufruf am 30. Juni in den Zeitungen des shz: Link

Gerade jetzt, kurz bevor die Menschen in den Urlaub reisen, sei die Blutspende wichtig, betonte er. „Bei ihrer Rückkehr werden sie erst einmal zwei Wochen zurückgestellt – das bedeutet, sie sollten nach Möglichkeit noch vor ihrer Urlaubsreise spenden“, bekräftigte Susanne von Rabenau, Pressesprecherin des DRK-Blutspendedienstes Nord-Ost, der für die Organsisation in Sehestedt zuständig war.

Warten im Feuerwehrgerätehaus.

Bei der Suche nach einem passenden Termin war der Ministerpräsident im Internet fündig geworden. Auf der Internetseite des DRK-Blutspendedienstes Nord-Ost: Link

Dort müssen sich Spender seit Pandemiebeginn anmelden. Oder telefonisch einen Termin reservieren. „Insgesamt haben wir dadurch mehr Spenden, denn man muss nicht mehr warten“, erklärt Georg Gorrissen, Präsident des DRK-Landesverbandes. Wer spontan kommt, wird dennoch nicht abgewiesen. Denn der Bedarf ist groß. Doch seit einigen Wochen sinkt die Spendenbereitschaft, bedauert Susanne von Rabenau. Bis zum hundert Prozent habe die Auslastung betragen, erklärt sie. „Aber seit vier bis fünf Wochen haben wir einen Engpass. An heißen Tagen hatten wir bis zu zwanzig Prozent weniger Spender.“

Vorbereitung zur Blutspende.

Als der prominente Besuch eintraf, war alles vorbereitet. Das professionelle DRK-Team war aus Schleswig angereist, hatte Liegen aufgebaut und die Geräte aufgestellt. Dabei war es durch einen Unfall für sie zeitlich eng geworden. Auf der Autobahn 7 war zwischen Jagel und Owschlag ein LKW verunglückt, die DRK-Mitarbeitet hatten Erste Hilfe geleistet, berichtete Schwester Katja. Jetzt widmete sie sich in der Mehrzweckhalle routiniert dem Ministerpräsidenten. Er wusste auch, was zu tun war, schließlich war er schon oft beim Aderlass und hatte natürlich seinen Blutspenderausweis dabei. So weiß er auch, dass trinken wichtig ist und nimmt hin und wieder einen Schluck Wasser aus einer mitgebrachten Flasche. „Je mehr Menschen Blut spenden, desto mehr Menschen kann geholfen werden“, verdeutlicht er den Antrieb für seinen Einsatz.

Volker Wehnsen (62). Sehestedter und langjähriger Blutspender.

Außerdem ist eine klassische Konserve nur etwas einen Monat haltbar, daher muss ständig für Nachschub gesorgt werden. „Es ist unkompliziert und mit wenig Aufwand verbunden“, wirbt der Ministerpräsident für den Aderlass. Das weiß auch Volker Wehnsen. Er gehört zu jenen Sehestedtern, die regelmäßig Blut spenden. An diesem Freitag war der 62-Jährige zum 100. Mal dabei.

Der Blutspende-Dienst des DRK kommt regelmäßig nach Sehestedt.

Für ihn gab es, genau wie für den Ministerpräsidenten und alle anderen Teilnehmer der Juli-Aktion als Dank eine Grillzange. Und ein Lunchpaket. Vor der Pandemie wurde vom örtlichen DRK-Verein ein Imbiss zubereitet. „Der wird von vielen Spendern schmerzlich vermisst“, erklärt Susanne von Rabenau. Für Daniel Günther, seine Familie und Begleitung gab es dennoch einen Imbiss – Currywurst-Pommes im örtlichen Kanaltreff. Torsten Jürgens-Wichmann hatte persönlich dafür gesorgt, dass für die Besucher auf der Terrasse bei Holger Petersen Plätze reserviert wurden. Sabine Sopha

Termine beim UKSH
Neuspender müssen einen gültigen Personalausweis oder einen Reisepass mit Meldebescheinigung mitbringen!
Zur Zeit ist eine Blutspende nur mit Termin möglich. Einen Termin erhalten Sie über Link oder telefonisch über  0431 500 16052.

Termine beim DRK

Link

Aktion Ferienspaß 2021

Es wird nur ein begrenztes Angebot sein können, der Pandemie sei „Dank“, und die Gemeinde Sehestedt bittet um Verständnis, dass bei allen angebotenen Aktionen stets eine Hygienemaske mitgeführt werden muss, und die geltenden Abstands- und Hygiene-Regeln einzuhalten sind. Aber dennoch, viel Spaß und bleibt gesund.

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Wieder geöffnet: Der Wohnmobilparkplatz in Sehestedt

Die weltweit meistbefahrene künstliche Wasserstraße liegt nur wenige Meter vor den Parzellen des Wohnmobilparkplatzes in Sehestedt, Schleswig-Holsteins Perle am Nord-Ostsee-Kanal. Ab dem 19. Mai dürfen dort auch wieder Wohnmobile stehen, da der Platz nach Schließung wegen der Corona-Pandemie jetzt wieder geöffnet werden konnte. Wichtig ist jedoch die strikte Beachtung der dort ausgehängten und hier veröffentlichen Regeln (Link), um eine erneute Schliessung vermeiden zu können.

Unverzichtbar ist unter anderem, dass sich jeder Nutzer des Parkplatzes über die Luca-App einchecken muss. Der QR-Code dazu ist am Platz ausgehängt. Achtung: Die Luca-App lässt nur das einchecken an einem Ort zurzeit zu, dies bedeutet, dass das ebenfalls notwendige einchecken bzw. erfassen im Imbiss dann nicht über die Luca-App möglich ist, sondern nur über dort ausgelegte Listen. Lästig, ja, aber unvermeidbar.

Sehestedts KanalTreff mit Imbiss, Dorfladen und Wohnmobilparkplatz

Der Parkplatz wird täglich durch Kontrollpersonal besucht, Zuwiderhandlungen in Bezug auf die Stellplatzregeln können mit Bußgeld und/oder Platzverweis geahndet werden.

Das Kontaktendaten-Formular: Link

Der Maibaum steht!

Die Weiterentwicklung ist unübersehbar. Sehestedts Maibaum steht seit 2021 in einer frischgeschweißten Halterung und ist erstmals mit zwei Wappen ausgestattet, dem der Gemeinde Sehestedt und dem des Öltimer-Traktoren-Clubs, der ohnedies großen Anteil am Erfolg des Maibaums hat.

Unter Beachtung aller Corona-Vorgaben wurde am 30. April erneut der Sehestedter Maibaum von den Gemeindearbeitern und Mitgliedern des Öltimer-Traktoren-Clubs auf dem Platz neben dem KanalTreff aufgestellt. Es war eine fröhliche Aktion, die durch zunehmende Erfahrung der Beteiligten und einigen technische Neuerungen bestach. So steht der Maibaum erstmals in einer Stahlhalterung, was die Aufstellung deutlich vereinfacht. Zum anderen wurden zwei Wappenschilder angebracht, die eine neue Tradition begründen sollen, wie Bürgermeister Torsten Jürgens-Wichmann im Gespräch mit sehestedt.de erläutert.

Noch liegt der Maibaum.

Künftig soll sich jeder Club, Interessensgemeinschaft, Institution, Verband oder Gewerbebetrieb auf dem Maibaum verewigen können. Information dazu gibt es unmittelbar beim Bürgermeister.

Gerd Thode bohrt und schraubt.

Überaus bemerkenswert war nahezu auch die artistische Feinarbeit in schwindelnder Leiter-Höhe, um den Kranz bei aufgestelltem Baum veranlassen zu können, auch schön gerade zu hängen. Auch das von Beobachtern vielfältig kommentierte sorgfältige Anbringen der Wappen-Schilder nach Höhe und Richtung durch Maibaum-Spender Gerd Thode, erzeugte hohe Aufmerksamkeit.

Das Werk ehrt Bautrupp und Gemeinde.

Bedingt durch die Corona-Pandemie konnte leider bereits zum zweiten Mal keine Festveranstaltung rund um „den Maibaum“ organisiert werden. Allerdings hatten einmal mehr Imbiss-Chef Holger Petersen und die Gemeinde für reichlich Kaffee und Currywürste für das Aufstell-Kommando gesorgt. Alles in allem war es sehr unterhaltsam, Pandemie hin- oder her, Maibaum muss sein.

Ehrenamtspreise, Bauplanung und Löschwasserleitungen

Fünfzehn Tagesordnungspunkte umfasste die Agenda der Sitzung der Gemeindevertretung vom 25. März 2021. Aus Pandemiegründen wurde diese wiederum in der Sporthalle der Gemeinde Borgstedt abgehalten. Gleich auf Top 4 benannt, gehörte die Vergabe von zwei Ehrenamtspreisen sicher zu den angenehmeren Pflichten für Bürgermeister Torsten Jürgens-Wichmann.

Irmgard Sellmer und Markus Bökel wurden für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement in verschiedenen Bereichen der Gemeinde mit Ehrenamtspreisen ausgezeichnet. Von Bürgermeister Jürgens-Wichmann wurden ihnen jeweils eine Urkunde und Blumensträuße sowie Präsente aus diesem Anlass überreicht.

Ehrenamtspreise für Markus Böckel und Irmgard Sellmer. Foto: Koop

Der Bürgermeister informierte zu Beginn der Sitzung über die Aktivitäten in der Gemeinde seit der letzten GV am 1. Dezember 2020. Dazu gehören die durchgeführten Baumpflegemaßnahmen im Gemeindebereich genau so wie die rund einhundert Ton-Skulpturen, die aus den Händen vieler Bürger im Zusammenhang mit einem Kreiskulturprojekt entstanden sind, und wovon künftig eine Auswahl im Forstweg ausgestellt werden soll. Die AktivRegion hat inzwischen eine Zuwendung für die Weiterentwicklung des Barfußparks zugesagt. Neues Spielgerät soll ebenfalls im Freizeitpark installiert werden. Für das „Schachbrett“ im Freizeitpark wurden jetzt Figuren beschafft, was durch eine Spende möglich gemacht worden ist.

Die Baumpflege-Aktion schafft neuen Durchblick. Foto: Henze

Tagesordnungspunkt 5 befasste sich mit einer geplanten Änderung des B-Plans Nr. 2 „Alter Sportplatz“, für den Bereich nördlich der Straße Kanalblick, südlich des Arft Kamps zwischen den Grundstücken 37 und 51. Dabei geht es um die mögliche Teilung der Grundstücke, was eine zusätzlich Bebauung mit acht zusätzlichen Einfamilienhäusern möglich machen würde. Die geplante Änderung wird jetzt öffentlich ausgelegt und soll noch in diesem Jahr beschlossen werden.

Die Gemeindevertretung tagt. Foto: Koop

Beschlossen wurde ebenfalls die Vergabe neuer Löschwasserleitungen auf der Nord- und Südseite, deren Bau künftig die Sicherheit im Ort wesentlich verbessern wird.

Eine Auswahl von Ton-Skulpturen wird künftig ausgestellt, so Bürgermeister Torsten Jürgens-Wichmann. Foto: Henze

Ein Beschluss wurde ebenfalls zum Haushaltsabschluss des Jahres 2019 gefasst.

Eine gute Idee: Lieber malen als gar kein Fasching

Die Covid-Pandemie erlaubte es in diesem Jahr nicht, das traditionelle Kinderfasching in Sehestedt zu veranstalten. Der findigen Idee von Monica Metzger, Thea Maibaum und Jessica Hautt ist es jedoch zu verdanken, dass es eine spannende Alternative für das ausgefallene Fest geben konnte.

Monica Metzger -die auch den „Werbe-Clown“ gestaltet hat, vom Kindergarten Sehestedt.

Es geht um einen Malwettbewerb zum Thema Fasching, der von der Interessengemeinschaft für Kinderaktivitäten veranstaltet worden ist. Kindergarten- aber auch Schulkinder in Sehestedt konnten an diesem Wettbewerb teilnehmen, dessen Ergebnisse noch bis zum 6. März im Gemeinderaum des KanalTreffs zu besichtigen sind. Eine Jury wird dann je Kategorie, also Kindergarten- oder Schulkinder, Preise für die tollen Bilder vergeben.