Monica Metzger organisiert: Ein toller Besuch bei Bruno Dohrn und den ÖlTimern

Mit 15 Kindern besuchte der Sehestedter Jugendtreff kürzlich Bruno Dohrn von den ÖlTimern. Einmal mehr, und es ist bereits zu einer schönen Tradition geworden, ging es um den Bau von Vogelhäusern. Unter der Leitung von Monica Metzger, auf die eine Vielzahl solcher Initiativen zurückgehen, marschierte die Gruppe längs der Landesstraße zum Haus von Bruno Dohrn, auf dessen Grundstück auch der Traktorenclub ansässig ist.

Unterwegs zu Bruno Dohrn und den ÖlTimern.

Der Marsch war toll, erzählt Monica Metzger, und das Wetter war schön. Bei Bruno Dohrn sei alles großartig vorbereitet gewesen, sogar ein leckeres Buffett hätte es gegeben. Und dann wurden natürlich Vogelhäusschen gebastelt, wobei weitere Mitglieder der ÖlTimer, beispielsweise Gerd Thode, geholfen haben.

Der Bau von Vogelhäusschen macht Spaß.
Gerd Thode zeigt, wie es geht.

„Und so haben wir schließlich Vogelhäusschen gebastelt, ein Picknick gemacht und auch einige Spiele gespielt“, erzählt Monica Metzger begeistert. Einige Eltern hätten schließlich die Gruppe bei Bruno Dohrn abgeholt. „Es war ein richtig toller Tag und die Kinder waren glücklich“, so Monica Metzger. Infos und Fotos: Monica Metzger

….und die Traktoren durften ebenfalls besichtigt werden.

„Klangkanal“ im Museum: Ausstellung mit Bildern, Geschichten und Musik

Das kann sich hören und sehen lassen: Geräusche, Geschichten und Lieder vom Kanal präsentiert das Museum Sehestedt ab Sonntag, 2. April. Die Sonderausstellung wird am Sonntag um 14 Uhr im Pastorat eröffnet. Für Kaffee und Kuchen ist gesorgt.

Schiffe, Schwäne, Schleusen – am Nord-Ostsee-Kanal gibt es nicht nur viel zu sehen, sondern auch zu hören. Das brachte die Hamburger Autorin und Regisseurin Daniela Herzberg auf die Idee zu dem Projekt „Klangkanal“. Daraus entstand schließlich eine Ausstellung – und die wird jetzt im Sehestedter „Haus der Geschichte“ gezeigt.

Drei große Überseekoffer haben in den kleinen Räumen des Sehestedter Museums Platz gefunden. In ihnen werden die Fotos und Interviews präsentiert.  Zur Ausstellung gehört auch ein altes, umgebautes Schiffstelefon, an dem man den Geschichten dieser Menschen lauschen kann.

Das Logo des Vereins, von dem die Leihgaben stammen und der in Felde seinen Sitz hat.

Das Projekt Klangkanal:

Initiiert wurde das Projekt 2018 zum 125-jährigen Bestehen des Kanals. Die Festlichkeiten mussten wegen Corona zwar abgesagt werden, aber der „Klangkanal“ wurde zu fast hundert Prozent vom Bundesprogramm für ländliche Entwicklung finanziert. Kanal-Geräusche und mehr auf der Seite: Link

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Zudem porträtierte der Verein Kunstschlepper 24 Menschen, die am Kanal leben oder arbeiten. Sie erzählen ihre Geschichte und präsentieren ihre Lieblingsgeräusche. Unter den Porträtierten ist Hans Brauer. Welches wohl das Lieblingsgeräusch des Senior-Kanalfischers ist?

Für die Ausstellung wurde unter anderem Kanalfischer Hans Brauer porträtiert. Foto: Alexandra Koop

Auch Musik wird erklingen. Neun Kompositionen hatte der Verein Kunstschlepper Anfang ausgeschrieben. Unter den Beauftragten war Gerhard Breier aus Barkelsby (Link) . Der dann ab Mitte August mit der Produktion begann – wie gefordert unter Einsatz von Motor- oder Schiffshorn-Geräuschen.

Der Verein Kunstschlepper: Ein Verein von Nordlichtern mit ganz unterschiedlichen Berufen und Talenten. Gemeinsam engagieren wir uns für Kultur und kulturelle Bildung direkt vor unserer Haustür, indem wir kreative Projektideen verwirklichen – oft zum Mitmachen, immer in Schleswig-Holstein.  (Link)

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Eine Grafik auf der Homepage des Vereins Klangkanal zeigt die Orte, an denen Geräusche aufgenommen wurden.

Weitere Stücke sind „Morgennebel“ von Dennis Ulke oder „Flaschenpost vom Nord-Ostsee-Kanal 2“ von Miri Pelzmann. Zu Kaffee und Kuchen werden zwei oder drei Stücke von der CD am Sonntag bei der Ausstellungeröffnung gespielt werden, erklärt Alexandra Koop, Vorsitzende des Vereins zur Förderung des Dorfmuseums. Darunter ein besonderer Song:  „Ferry across the Canal“ von Janeway (Link) greift eine tragisch-romantische Liebesgeschichte zwischen Nord- und Süd Sehestedt auf. Sabine Sopha

Geschichten für das Sehestedter Dorfmuseum

Die spannendsten Geschichten aus dem Dorf und über seine Bewohner kennen die Sehestedter selbst. Diese Geschichten sollen Teil des Dorfmuseums werden. Gesucht werden darum Sehestedterinnen und Sehestedter, die Anregungen liefern – in einem Workshop am Sonnabend, 18. März.

Wie war das damals, als die Fähre noch nicht Tag und Nacht fuhr? Wer hat noch in der Sehestedter Backstube sein Brot gekauft? Welche Veränderungen brachte die Kanalverbreitung mit sich? An diese und viele andere Details können sich etliche Bewohner der Gemeinde sicher noch lebhaft erinnern. „Wir wollen diese Erinnerungen sammeln, damit sie nicht verloren gehen“, erklärt Alexandra Koop, erste Vorsitzende des Vereins zur Förderung des Dorfmuseums.

Professor Karl-Heinrich Pohl. Fotos/Montage: Sabine Sopha

„Dorfgeschichte zum Mitmachen für Einsteiger“ heißt darum ein Workshop, der am Sonnabend, 18. März, veranstaltet wird. Um 15 Uhr geht es los im Gemeinschaftsraum des Pastorats. „Willkommen sind alle, die sich erinnern – und die aktiv mitmachen möchten“, ergänzt Julia Schäfer, die Initiatorin dieser Aktion.

Der Workshop am Sonnabend ist ein erster Schritt. „Wir suchen neue spannende Perspektiven auf die Dorfgeschichte und suchen Leute, die Lust haben, diese die mit uns zusammen zu entwickeln“, so Alexandra Koop. Der Workshop soll das anstoßen. Geleitet wird der Workshop von Christina Sachs und Karl-Heinrich Pohl.

Pohl ist Geschichtsprofessor und Leiter einer Arbeitsgruppe, die an einer Neuausrichtung des Museums arbeitet. Als Fachkraft wurde dafür Christina Sachs gewonnen. Die Historikerin mit einem Schwerpunkt in Public History (Geschichte in der Öffentlichkeit) hat zuletzt als Dozentin an der Europa-Universität Flensburg Lehramtsstudierende ausgebildet, aber auch bereits regionalgeschichtliche Erfahrungen gesammelt.

Christina Sachs

„Als erstes werden wir gemeinsam hauptsächlich überlegen, wie man historische Fragen an die Dorfgeschichte stellt“, erläutert Christina Sachs das Vorgehen. „Die Ideen würden wir sammeln und schauen, welche neuen Perspektiven auf die Dorfgeschichte sich daraus ergeben.“

„Die kleine Museumsmannschaft kann das nicht alles alleine leisten“, erklärt Alexandra Koop weiter. Daher ist daran gedacht, dass Sehestedter die Geschichten selbst aufschreiben. Aber das ist dann der nächste Schritt.

Jetzt hoffen die Mitglieder des Fördervereins auf zahlreiche Workshop-Teilnehmer, damit viele verschiedene Aspekte später ein Teil des Museums und der Ausstellungen werden können.

Anmeldung nach Möglichkeit bis zum 13. März bei Alexandra Koop, Telefon 04357 / 9964740. (sab)

Endlich wieder Karneval in Sehestedt

Nach den Corona-Jahren war die Wiederkehr des Sehestedter Karnevals am 18. Februar ein hochwillkommenes Fest, was sich wesentlich auch durch die hohe Beteiligung an den zwei Veranstaltungen in der Heuherberge Naeve ausdrückte. So konnten beispielsweise am Nachmittag gut 45 Kinder zum tollen Treiben begrüßt werden. Abends, als sich die erwachsenen und jugendlichen Sehestedter bei Naeve trafen, war sogar mehr als doppelt so viel los.

Fröhliche Kinderschar
Jubel, Trubel, Heiterkeit

Der Nachmittag wurde durch die Interessengemeinschaft für Kinderfeste organisiert. Monica, Thea und Jessica haben das Fest organisiert und Franca und Helli haben für die Animation gesorgt. Und die war ordentlich weit angelegt. So gab es Stop- und Stuhltanz, eine Polonäse, Limbo, Brezeln gab es und Macarena wurde getanzt. Und natürlich eine Tombola mit vielen tollen Preisen, bei der jedes Los gewann. Und hungern musste auch niemand, denn es gab Pommes, Waffeln und Naschi-Tüten.

Gute Laune und schöne Kostüme.
Dirk und Monica Metzger

Für die „Großen“ ging es um 19 Uhr los. Organisiert hatten wiederum Monica Metzger und Sven, für die Animation waren einmal mehr Franca und Helli verantwortlich. Beeindruckend waren vor allem die tollen Verkleidungen, die gute Laune und ausgelassene Stimmung, aber auch die tolle Musik Es war ein tolles Fest, das erst morgens gegen halb vier ein Ende nahm. Völlig klar, im nächsten Jahr wird es wieder Stuhltanz, Limbo, reichlich Essen und Musik zum Sehestedter Karneval geben. Monica Metzger, whe

Hübsches Selfie

Weihnachtliches Sehestedt oder: Ohne Bratwurst geht es nicht

Alles Jahre wieder können sich die Sehestedter auf die Weihnachtszeit freuen. Denn in der Gemeinde wird einiges unternommen, um die Bürger auf das Fest einzustimmen.

Anleuchten (25. November)

Den Anfang macht wie immer der Tannenbaum am Markttreff. In einem Jahr brach die Spitze ab, im nächsten Jahr war er ein Stückchen kleiner, aber in diesem Jahr wollte Torsten Jürgens-Wichmann der Gemeinde wieder etwas bieten. Und so leuchteten nicht nur die elektrischen Kerzen am Tannenbaum, sondern auch die Augen des Bürgermeisters. „Mit neun Metern ist der Baum sogar höher als jener am Landeshaus“, freute sich Torsten Jürgens-Wichmann beim Anleuchten. Es gab Bratwurst und kostenlosen Punsch, gute Stimmung, eine Tombola und Musik vom Posaunenchor.

Das traditionelle Anlechten lockte viele Gäste an. Fotos: Sopha, Henze

Das ließen sich etliche Bürger natürlich nicht entgehen. Daher herrschte rund um den Baum vor dem Markttreff reges Treiben. Die Tanne hatte das Gemeindeoberhaupt aus dem Brekendorfer Forst liefern lassen. Wer nun aber glaubt, dass sich alle Sehestedter über das Prachtexemplar freuen, der irrt. Muss der so groß sein, meckerten einige. Dafür mussten doch sicherlich neue Lichterketten angeschafft werden, maulten sie weiter. Und den Sparfüchsen unter den Sehestedtern missfiel der hohe – und in ihren Augen unnötige – Stromverbrauch in der momentanen Krise.

Die Fähre unterwegs im Weihnachts-Design.

So viel Gemecker nervt Rita Koop. Als ehemalige Bürgermeisterin kann sie ein Lied davon singen, wie wenig unzufriedene Bürger den guten Willen der Ehrenamtler würdigen. Meckern ist ja auch einfacher als selber machen. Rita Koop ergriff jedenfalls während der Bürgerfragestunde auf der Gemeinderatssitzung in der Heuherberge Naeve das Wort: „Ich möchte unserem Bürgermeister für die schöne Tanne danken“. Alle Anwesenden applaudierten.

Alle Ehrenämtler müssen sich immer vor Augen halten: Es recht zu machen jedermann, ist eine Kunst die keiner kann.

Basar Frauenkreis (27. November)

Nach der Zwangspause durch Corona hatte sich der Frauenkreis der Kirchengemeinde sich in diesem Jahr wieder zum gemeinsamen Basteln versammelt. Gestecke und Adventskränze entstanden ebenso wie andere weihnachtliche Kreationen. Zwar können die Frauen auf einen Fundus an Dekorationsmaterial zurückgreifen. Dennoch sind Neuanschaffungen nötig. Doch auch Bänder und Kugeln sind von der allgemeinen Preissteigerung nicht verschont geblieben. Trotzdem: 2000 Euro kamen zusammen, die im Januar verteilt werden sollen. Zahlreiche Spender hatten Gewinne für die Tombola zur Verfügung gestellt oder Kuchen gebacken, viele Hände packten mit an, freut sich Alexandra Koop.

Erfolgreich wie immer: Der Basar

Aber ohne Bratwurst geht es nicht. So könnte man die weihnachtlichen Veranstaltungen in Sehestedt auch überschreiben. Vor der Mehrzweckhalle hatte ein männliches Dreier-Team die entsprechende Bude aufgebaut. Es ist schon Tradition, dass Rüdiger Sell, Tosten Jürgens-Wichmann und Dirk Metzger für das leibliche Wohl an diesem Tag sorgen.

Tannenbaumverkauf (3. Dezember)

Bratwurst, die dritte. Holger Petersen und Basti vom Imbiss boten die kulinarische Köstlichkeit in der Scheune auf Gut Sehestedt an. Aber es gab außerdem geräucherte Forellen (sehr lecker!), Punsch und erntefrischen Grünkohl vom Wischhof.

Wieder hatte Torsten Jürgens-Wichmann seine guten Beziehungen zum Brekendorfer Förster aktiviert. Dieses Mal allerdings in seiner Funktion als Vorsitzender der CDU-Ortsgruppe Sehestedt. Es ist zur Tradition geworden, dass diese Anfang Dezember Tannenbäume zu Verkauf anbietet. Und nicht nur das. Man kann den Baum eigenhändig nach Hause tragen, muss es aber nicht. Es gibt auch einen Bringdienst. Dafür sorgte in diesem Jahr Bruno Dohrn mit Traktor und Hänger.

Der CDU-Ortsverband organisierte erneut einen Tannenbaumverkauf.

Die Weihnachtsbäume in spe gab es in klein, mittel oder groß ­ und eine Beratung vom CDU-Tannenbaum-Team kostenlos. Ob es auch hier etwas zu meckern gab, ist nicht bekannt. Wenn, dann hätten die Seniorinnen mit ihren Rollatoren Grund dazu gehabt, denn Regen hatte den Boden vor der Scheune aufgeweicht. Aber die alten Damen waren wieder sehr fröhlich.

Weihnachtsfeier Senioren (4. Dezember)

Senior ist man in Sehestedt ja bereits mit 60 Jahren. Wir haben darüber schon berichtet (LINK). Aber die meisten Teilnehmer der Veranstaltungen, die der Seniorenkreis anbietet, sind älter. Aber stets fröhlich. So wie dem Adventskaffee, als die Jugendlichen des Dorfes ein Theaterstück aufführten. Einstudiert hat es Monika Metzger mit den jungen Leuten. Sie ist eine von denen, die nicht meckert, sondern immer mit guten Ideen und deren Umsetzung dabei ist.

Ohne Bratwurst geht es nicht.

Ob es bei dieser Veranstaltung Bratwurst gab, ist der Berichterstatterin nicht bekannt. Auch bei der Kanal-Querung auf der Fähre müssen die Passagiere darauf verzichten. Doch nicht auf weihnachtliche Stimmung, dafür hat Decksmann Lorenz Glüsing gesorgt.

Ausklang

Außerdem sind sind da ja noch die beleuchteten Tannen am nördlichen und südlichen Fähranleger, die in Sehestedt für Weihnachtszauber sorgen. Ebenso wie der große Baum oben am Markttreffen, dessen Lichter funkeln und weithin leuchten und sicherlich so manchen Seefahrer erfreuen.

Den Reichsbedenkenträgern unter den Sehestedtern sei gesagt: Die Lichter brennen nicht die ganze Nacht, ebensowenig wie die Straßenbeleuchtung.

In diesem Sinne: Friedliche, frohe Feiertage!

Dorf aus Ton als neuer Hingucker

Sehestedt hat seit gut einem Jahr eine neue Sehenswürdigkeit. Das Dorf in Ton gebrannt. Schräg gegenüber vom Pastorat sind die von Sehestedter getöpferten Werke zu bewundern. Und es kommt oft vor, dass jemand stehen bleibt, um sie sich anzuschauen. Am morgigen Sonnabend, 12. November, wird es eine ganze Besuchergruppe sein. Und die Sehestedter sind aufgefordert, von ihre Eindrücken zu berichten (9 bis 12 Uhr). Link

Entstanden ist das Ton-Dorf als Kreiskultur-Projekt. „Wir rufen Dörfer, Orte, Stadtteile oder Gemeinden dazu auf, gemeinsam mit uns ein eigenes kulturelles Programm zu entwickeln“, heißt es dazu auf der Webseite www.kreiskultur.org.

Eine Pommes-Tüte.

INFO
KreisKultur ist der Zusammenschluss der fünf Kulturinstitutionen Nordkolleg, Schleswig-Holsteinisches Landestheater, Volkshochschule Rendsburger Ring, Rendsburger Musikschule und Landesmuseen. Gefördert und unterstützt wird das Projekt in TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel, einer Initiative der Kulturstiftung des Bundes, durch das Land Schleswig-Holstein und den Kreis Rendsburg-Eckernförde.


Die Künstlerin Heide Klencke – Künstlerin, Pädagogin und Maltherapeutin aus Füsing an der Schlei  –hatte neben anderen 15 Künstlern Konzepte eingereicht. Die 62-Jährige erklärte den Sehestedtern, in einem Online-Workshop was sie tun können. Eigentlich sollten alle live zusammenkommen, aber das machte der Corona-Lockdown unmöglich.

Getöpfert werden konnten „die Fähre, eine bestimmte Pflanze oder vielleicht etwas ganz anderes“, hatte Konrad Schulze vom Kreis-Kultur-Team den Bürgern erklärt. Dann wurden die Objekte getrocknet, gebrannt und auf der Wiese vor dem Pastorat aufgestellt.

Die Sehestedter Kirche.

110 Figuren sind entstanden. Fünf Fähren gibt es, vier Kirchen, diverse Tiere, Menschengruppen und Häuser. Ein Dorf aus Ton. „Ich hatte nicht erwartet, dass sich so viele Sehestedter beteiligen“, gesteht Bürgermeister Torsten Jürgens-Wichmann. Und Renate Ahlmann hatte bei der Einweihung gelobt:„Diese unterschiedlichen Werke, die geschwungene Mauer, die gesamte Gestaltung – das ist für mich ein Kunstwerk“.

Eine Katze aus Ton.

Mitgemacht hatten Einzelpersonen und ganze Familien. So wie Sven und Melanie Köpenick mit Sohn Bruno. Der 32-jährige U-Boot-Fahrer hatte das S 183 aus seinem Klumpen Ton geformt, Mutter Melanie eine sitzende Frau und Bruno eine beeindruckende Schlange. Schließlich gibt (oder gab) es in Sehestedt Kreuzottern.

Insgesamt standen drei Kilo Ton zur Verfügung. Aufgeteilt in 50 Klopse waren sie an circa 40 Familien und Einzelpersonen verteilt worden. Heide Klencke hatte den Ton besorgt und Tipps gegeben, später Kleinigkeiten an den Werken technisch verbessert und sie schließlich bei 1120 Grad gebrannt. Gemeinsam mit Konrad Schulze hatte sie die Figuren dann mit Silikon auf die sechs Meter lange Ziegelsteinmauer geklebt, die Rüdiger Sell gebaut hatte. 

So ist ein echter Hingucker entstanden.

Termin: Gespräch mit der Bundeskulturstiftung

Am Sonnabend, 12. November, ist eine Delegation der Bundeskulturstiftung in Sehestedt zu Gast, die sich über die KreisKultur-Projekte informieren will. Sehestedter sind eingeladen, dazu zu stoßen und den Delegierten von ihren Erfahrungen mit den Projekten zu berichten.

Gestartet wird um 9 Uhr mit kleinen Spaziergang durch den Ort – die Mauer anschauen, den Platz besichtigen, wo die Bühne stand, wo der Ton ausgegeben wurde, wo geprobt wurde.


Musikkanal 75,3 Sehestedt: Link


Danach gibt es eine von der Bundeskulturstiftung moderierte Gesprächsrunde an einem warmen Ort in Sehestedt (bis maximal 12 Uhr). Dann können die Sehestedter und Sehestedterinnen, wie es für sie war, an beiden oder einem der Projekte teilzunehmen.

Außerdem wollen die Teilnehmenden von der Bundeskulturstiftung ein wenig von ihren Erfahrungen mit ähnlichen Projekten erzählen und in den Austausch darüber kommen, was gut funktioniert, um Kulturveranstaltungen in Dörfern zu organisieren. 

Musikkanal 75.3 Sehestedt – live im Freizeitpark

„Musikkanal 75.3 Sehestedt“ nennt sich das Projekt. Sehestedter singen für Sehestedter. Wochenlang wurde geprobt. Und am Sonnabend, 3. September, war es dann so weit: Im Freizeitpark der Gemeinde traten die Sängerinnen und Sänger auf. Sabine Sopha hat das Sehestedter Festival begleitet. Dieser Film ist dazu entstanden. Viel Spaß beim zuschauen.


Eine Bühne war aufgebaut worden, davor zahlreiche Bänke. Die Sonne strahlte und an den Spielgeräten tobten Kinder. Es herrschte Festival-Atmosphäre im Freizeitpark. Auch wenn Gerald Röhrbein einige Tage zuvor verkündet hatte: „Lampenfieber habe ich nicht“, waren die Beteiligten sicherlich aufgeregt. Bis auf einige wenige verfügten die meisten von ihnen über keine Chor-Erfahrung, ja eigentlich behauptet Alexandra Koop von sich: „Ich kann gar nicht singen.“


Probe für das Festival: Link


Doch davon hatte sich Claudia Piehl nicht abschrecken lasse. Mit Stimmtraining und konkreten Anweisungen hatte sie die Laien-Sänger auf den richtigen Weg gebracht. Vor allem: Hatte sie immer wieder motiviert.

Das Programm war bunt gemixt mit einigen anspruchsvollen Stücken, wechselte zwischen Chor-Gesang und einigen Soli. So hatte sich Wolfgang Rumpf als Solo „Suzanne“ von Leonard Cohen ausgewählt. „Ein Lied aus meiner Jugend. Und wie alle Liebeslieder wird es nicht alt“, kündigte er an.

Das Video

Von Element of Crime erklang „An Land“, ein Song, der bestens zum Land zwischen den Meeren passt und vom Chor gestisch untermalt wurde, als es hieß: „… am Fenster fliegt eine Kuh vorbei.“ Von Peter Maffay war „Ich wollte nie erwachsen sein“ im Repertoire. Und eine echte Herausforderung war „California Dreamin‘“ von den Mamas & Papas. Ein Song, den jeder kennt und im Ohr hat. Da liegt die Messlatte hoch. Da machte es nichts, wenn der eine oder andere Ton mal nicht ganz richtig saß. Das Publikum applaudierte begeistert. Hoch her ging es, als Klaus-Dieter Wehnsen erst „My Bonnie is over the ocean“ anstimmte und anschließend plattdeutschen Rock’n’Roll.


Kreiskultur: Link


Nicht fehlen durfte natürlich der Sehestedt-Song, der zuvor bei einem Kreiskultur-Projekt entstanden war. „Einzeln sind wir Töne, gemeinsam sind wir ein Lied“, konstatierte Sylvia Jelen am Ende des Auftritts. Und stellte fest: „Wir haben uns neu entdeckt, sind über uns hinausgewachsen“

Der Chor

Alexandra Koop, Rita Koop, Sylvia Jelen, Stephanie Wehnsen, Ingeborg Freerksen-Hennings, Angela Röhrbein, Gerald Röhrbein, Kerstin Flamminger, Sven Volkmann, Lea Volkmann, Marie Volkmann

Die Band

Klaus-Dieter Wehnsen (Gitarre), Wolfgang Rumpf (Gitarre), Julia Schäfer (E-Bass), Matthias Flamminger (Keyboard), Markus Zell (Schlagzeug)

Reges Kulturleben in einer kleinen Gemeinde

Sehestedt ist nicht groß. Aber durch den Nord-Ostsee-Kanal genießt es große Anziehungskraft. Außerdem sind seine Bewohner sehr kreativ und aktiv. Das schlägt sich in einem ausgesprochen regen Kulturleben nieder. Auf der jüngsten Sitzung des Kulturausschusses zog dessen Vorsitzende, Alexandra Koop, eine Bilanz, die sich sehen lassen kann. Und gab einen Ausblick auf neue Aktivitäten.

Sehestedt.de wird in den kommenden Wochen berichten:

Sommer 2021: Kreiskultur Tonfigurenbau

18.+19. Juni 2022 : Kunst in der Alten Schule (mit Video)
3. September 2022: Kreiskultur – Festival mit der Band „75,3 Kanal Sehestedt“ (mit Video)
4. September 2022: Gedenken am Schottenstein / Schotten zum Tod von Königin Elisabeth / Bericht über die Whisky Society Sehestedt
3. Oktober 2022: Tag der Deutschen Einheit

Ausblick auf künftige Veranstaltungen:

11.11. Sehestedt-Chor im Hohen Arsenal, Rendsburg
12.11. Besichtigung der Ton-Figuren und Gespräch mit Sehestedtern durch Kulturvertreter
13.11. Volkstrauertag mit Kranzniederlegung und Gedenken
25.11. Orange Day und Tannenbaum-Anleuchten am Kanal-Treff

 

 

 

Jahreshauptversammlung des Seniorenbeirats

Wann ist man alt? Ein Teenager empfindet einen 30-Jährigen als alt. Ein 50-Jähriger einen 80-Jährigen. Es ist also relativ. Und wann ist man ein Senior? Auch das ist nirgends festgeschrieben. Laut Statistik sollen Männer und Frauen bereits ab 50 zu dieser Gruppe zählen. Gemeinhin betrachtet man Rentner als Senioren. In Sehestedt gehören Mann und Frau zehn Jahre später dazu. Ob sie nun wollen oder nicht. Denn ab dem 60. Geburtstag erhalten sie Einladungen zum Seniorenbeirat. So auch jetzt.

Am Donnerstag, 27. Oktober, sind die Sehestedter Senioren zur Jahreshauptversammlung des Gremiums eingeladen. Getagt wird von 15 bis 17 Uhr im Mehrzweckraum im Kindergarten.

Als die Schreiberin dieser Zeilen vor vier Jahren erstmals als Seniorin eingeladen wurde, war sie empört. Schließlich arbeitete sie noch im Vollzeitjob. Alt fühlte sie sich keineswegs. Es änderte aber nichts an der Tatsache, dass sie ihr letzte Lebensdrittel erreicht hatte.

Bereits im 14. Jahrhundert soll es üblich gewesen sein, Personen in dieser Phase als Senioren zu titulieren. Im 18. Jahrhundert wurden auch Familienoberhäupter oder ältere Geschäftspartner so bezeichnet – unabhängig vom Lebensalter. Schließlich kann man den Begriff auch positiv verstehen. Menschen dieser Gruppe verfügen über jede Menge Erfahrungen auf den unterschiedlichsten Gebieten.

Als kleiner Trost: Im Sport ist zählt man schon ab 40 Jahren zu den Senioren. Dafür trägt der Gesundheitsbereich der Tatsache Rechnung, dass die Menschen immer älter werden und die Regelaltersgrenze für die Rente inzwischen bei 67 Jahren liegt. Erst ab 70 Lebensjahren ist man dort ein Senior.

Doch egal. Ob 60, 70 oder älter. Aktive Sehestedter sind gefragt. Die sich mit Ideen einbringen. Für wen das noch nicht Grund genug ist, um zur Jahreshauptversammlung zu gehen: Dieter Koll aus Alt Duvenstedt hält unter dem Titel „Een Mann vun Döpr lees platt“ einen plattdeutschen Vortrag. Nicht zu vergessen: Kaffee und Kuchen werden auch serviert! Sabine Sopha